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News

Qutenza®-Serie, Teil 3: Erfahrungsberichte aus österreichischen Schmerzzentren

„Der große Vorteil: Topische Therapien belasten den Körper weniger“

Im Gespräch mit OA Dr. Robert Reichhalter, Leiter der Schmerzambulanz an der Klinik Floridsdorf in Wien:

Worin sehen Sie den großen Nutzen von topischen Therapien bei peripheren neuropathischen Schmerzen im Allgemeinen und von Qutenza® im Besonderen?

Eine topische Anwendung hat den großen Vorteil, dass sie den restlichen Körper weniger belastet. Das ist gerade bei älteren Patienten, die sehr viele andere Medikamente einnehmen müssen, ein bedeutender Vorteil, da es zu weniger Interaktionen kommt. Außerdem „erleben“ PatientInnen die Therapie. Das heißt, das Pflaster wird dort geklebt, wo der Schmerz ist. PatientInnen sehen, dass an der schmerzenden Stelle etwas passiert, was ihre Erwartungshaltung verändert und damit auch den Therapieerfolg steigert.

Bei welchen Patienten setzen Sie Qutenza® bevorzugt ein?

Unsere Hauptanwendungsgebiete sind die diabetische und die alkoholische Polyneuropathie. Weiters setzen wir Qutenza® bei Post Zoster-Neuralgie sowie bei Narbenschmerzen nach Operationen ein. Letztere betreffen besonders die Bauchchirurgie, etwa Hernienoperationen, aber auch die Thoraxchirurgie, von der bekannt ist, dass postoperativ häufig chronische Schmerzen auftreten.

Wie beurteilen Sie die Wirksamkeit und die Responderrate von Qutenza®?

Neuropathische Schmerzen sind besonders schwer zu therapieren. Wie für andere Therapieformen gilt auch für Qutenza®: Man kann nicht jeder Person damit helfen. Bei sehr vielen Patienten kann man jedoch für eine Zeitspanne von etwa drei Monaten eine deutliche Besserung erzielen. Danach wird die Behandlung wiederholt.

Die neuen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie empfehlen bei lokalisierten neuropathischen Schmerzen auch den primären Einsatz von Capsaicin.1 Wie sehen Sie das?

Der primäre Einsatz des Capsaicin-Pflasters bei lokalisierten neuropathischen Schmerzen ist eine Möglichkeit, über die man nachdenken sollte. Denn eine Therapie, die weniger systemische Medikamente benötigt, stellt einen Vorteil für die PatientInnen dar.

Studien zeigen: Je früher mit der Qutenza®-Behandlung begonnen wird, desto größer ist der Erfolg. Deckt sich das auch mit Ihrer klinischen Erfahrung?

Ja, es ist wichtig, dass diese Therapieoption frühzeitig eingesetzt wird. Wobei wir in der Schmerzambulanz das Problem haben, dass wir die Patienten eher spät sehen. Sie gehen in den niedergelassenen Bereich – was richtig ist. Erst wenn dort die Therapieoptionen ausgeschöpft sind, werden sie an ein spezialisiertes Zentrum überwiesen.

Was braucht es, um einen frühzeitigeren Einsatz zu fördern und wie können niedergelassene Mediziner dies unterstützen?

Das Wichtigste ist, dass niedergelassene KollegInnen wissen, welche Zentren eine derartige Therapie durchführen und dass sie über die Indikationen informiert sind. Dabei ist es von Vorteil, wenn bereits Erfolge bei den eigenen Patienten festgestellt wurden. Dann denkt man auch beim nächsten Patienten an eine topische Therapie wie jene mit Qutenza® und schickt ihn in ein spezialisiertes Zentrum.

Ihr Appell an niedergelassene KollegInnen?

Die Kommunikation zwischen niedergelassenem Arzt und Schmerzambulanz ist für beide Seiten wichtig, schließlich schicken wir die Patienten zu den niedergelassenen Kollegen zurück, wo sie weiterbetreut werden. Außerdem können Patientenfälle diskutiert und Therapievorschläge ausgetauscht werden.

Literatur:

  1. Schlereth T. et al., Diagnose und nicht interventionelle Therapie neuropathischer Schmerzen, S2k-Leitlinie für Diagnostik und Therapie in der Neurologie, 2019, S.91, Deutsche Gesellschaft für Neurologie (Hrsg.)

Qutenza® 179 mg kutanes Pflaster
Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Jedes kutane Pflaster mit einer Fläche von 280 cm2 enthält: Wirkstoff: 179 mg Capsaicin entsprechend 640 Mikrogramm Capsaicin pro cm2 Pflaster. Sonstige Bestandteile - Pflaster: Matrix: Silikonklebstoffe, Diethylenglycolmonoethylether (Ph.Eur.), Dimeticon 12500 cSt, Ethylcellulose N50 (E462); Trägerschicht: Poly(ethylenterephthalat) (PET)-Film, Drucktinte mit Pigmentweiß 6; Abziehbare Schutzfolie: Polyesterfilm, Fluorpolymer beschichtet; sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung - Reinigungsgel: Butylhydroxyanisol (Ph.Eur.) (E320) (0,2 mg/g) sonstige Bestandteile - Reinigungsgel: Macrogol 300, Carbomer 1382, Gereinigtes Wasser, Natriumhydroxid (E524), Natriumedetat (Ph.Eur.). Anwendungsgebiete: Behandlung von peripheren neuropathischen Schmerzen bei Erwachsenen. Qutenza kann als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Schmerzen angewendet werden. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Warnhinweise: Reinigungsgel enthält Butylhydroxyanisol. Vor Anwendung Packungsbeilage beachten. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Pharmakotherapeutische Gruppe: Lokalanästhetika, andere Lokalanästhetika, ATC-Code: N01BX04 Verschreibungspflichtig/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Informationen zu Besonderen Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen und Gewöhnungseffekten sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Inhaber der Zulassung: Grünenthal GmbH, Zieglerstr. 6, 52078 Aachen. Stand der Information: Jänner 2021.